Windpocken werden durch das Varicella-Zoster-Virus verursacht, das sich hauptsächlich durch Tröpfchen in der Luft verbreitet, wenn eine infizierte Person hustet oder niest, und durch direkten Kontakt mit Bläschenflüssigkeit. Nach der ersten Infektion bleibt das Virus lebenslang im Körper und kann später als Gürtelrose reaktiviert werden.
Windpocken sind am häufigsten bei Kindern, besonders in Gruppenumgebungen wie Kindertagesstätten und Schulen. Das höchste Risiko für schwere Erkrankungen und Komplikationen besteht bei Säuglingen, Erwachsenen, schwangeren Frauen ohne Immunität und Menschen mit geschwächtem Immunsystem.
Bei gesunden Kindern werden Windpocken normalerweise zu Hause mit Ruhe, Flüssigkeitszufuhr, fiebersenkenden Mitteln wie Paracetamol und juckreizlindernden Maßnahmen wie beruhigenden Lotionen und Antihistaminika behandelt. Hochrisikopatienten (schwangere Frauen ohne Immunität, Erwachsene und Menschen mit schwachem Immunsystem) benötigen möglicherweise antivirale Medikamente wie Aciclovir und manchmal Krankenhauspflege. Kratzen vermeiden, Nägel kurz halten und Kindern mit Windpocken niemals Aspirin geben.
Der beste Weg, Windpocken zu verhindern, ist die Impfung, die einen starken Schutz gegen schwere Erkrankungen bietet. Infizierte Personen sind von 1–2 Tagen vor dem Ausschlag bis alle Bläschen verkrustet sind ansteckend, daher sollten sie in dieser Zeit zu Hause bleiben. Vermeide engen Kontakt zwischen kranken Kindern und schwangeren Frauen oder Menschen mit schwachem Immunsystem.
Wann sollte man einen Arzt aufsuchen?
Du solltest einen Arzt aufsuchen, wenn du Windpocken vermutest, besonders bei Säuglingen, Erwachsenen, schwangeren Frauen oder Personen mit schwachem Immunsystem. Suche dringend medizinische Hilfe, wenn Atemprobleme, Verwirrung, sehr hohes Fieber, starke Kopfschmerzen oder schnell zunehmende Rötung und Schmerzen um die Flecken herum auftreten.
Die meisten gesunden Kinder mit Windpocken können zu Hause behandelt werden und innerhalb von 24–48 Stunden von einem Arzt beraten werden. Sofortige oder Notfallversorgung ist erforderlich, wenn die Person ein junges Kleinkind, schwanger, immungeschwächt ist oder Atemprobleme, Verwirrung, starke Kopfschmerzen oder schnell zunehmende Rötung und Schmerzen der Haut entwickelt.