Dysplastische Nävi entwickeln sich aus einer Mischung aus genetischer Veranlagung und Umweltfaktoren, hauptsächlich UV-Strahlung. Hormonelle Veränderungen, Hautverletzungen und ionisierende Strahlung können ebenfalls beitragen, aber es gibt normalerweise keine einzelne klare Ursache bei einer Person.
Dysplastische Nävi haben ein höheres Risiko, sich in ein Melanom zu verwandeln als gewöhnliche Muttermale, insbesondere wenn es viele davon gibt, eine familiäre Vorgeschichte von Melanomen besteht oder eine starke UV-Exposition vorliegt. Jede Veränderung in Größe, Form, Farbe, Rand oder neue Symptome wie Juckreiz, Blutungen oder Verkrustungen sollten schnell von einem Arzt überprüft werden.
Die Hauptbehandlung für einen dysplastischen Nävus ist die chirurgische Entfernung mit einem kleinen Rand aus normaler Haut und obligatorischer Histologie. Zerstörende Methoden wie Laser oder Vereisung werden nicht empfohlen, da sie das Gewebe zerstören und es unmöglich machen, ein Melanom auszuschließen.
Du kannst das Risiko neuer dysplastischer Nävi und Melanome senken, indem du die UV-Exposition begrenzt, täglich Sonnenschutzmittel verwendest, Solarien vermeidest und wiederholte Traumata an Muttermalen verhinderst. Regelmäßige Selbstkontrollen der Haut, Fotodokumentation und rechtzeitige Besuche beim Dermatologen sind entscheidend.
Wann sollte man einen Arzt aufsuchen?
Du solltest einen Dermatologen oder Onkologen bei jedem atypischen Muttermal aufsuchen, insbesondere wenn es sich verändert, anders aussieht als deine anderen Muttermale oder sich an einer risikoreichen Person oder Stelle befindet. Regelmäßige professionelle Hautkontrollen, normalerweise mindestens einmal im Jahr und häufiger, wenn du viele dysplastische Nävi hast, werden dringend empfohlen.
Wenn sich ein atypisches Muttermal in Größe, Form, Farbe, Rand verändert oder zu jucken, bluten oder verkrusten beginnt, solltest du innerhalb der nächsten 1–2 Wochen einen Dermatologen oder Onkologen aufsuchen. Stabile atypische Muttermale ohne Veränderungen benötigen dennoch regelmäßige geplante Kontrollen, normalerweise mindestens einmal im Jahr.