Was ist ein superfizielles spreitendes Melanom?
Das superfizielle spreitende Melanom ist die häufigste Form von Melanom und macht etwa 70 Prozent aller Melanomerkrankungen aus. Es entwickelt sich aus Melanozyten, den pigmentproduzierenden Zellen der Haut, und wächst zunächst radial an der Oberfläche der Haut, was als radiale Wachstumsphase bekannt ist. Diese Unterart kann in jedem Alter auftreten, wird jedoch am häufigsten bei jüngeren und mittelalten Erwachsenen diagnostiziert. Sie kann überall am Körper erscheinen, ist jedoch am häufigsten am Rumpf bei Männern und an den Beinen bei Frauen.

Wie sich ein superfizielles spreitendes Melanom entwickelt
Diese Melanomunterart folgt einem zweiphasigen Wachstumsmodell. Während der radialen Wachstumsphase breiten sich die krebsartigen Zellen horizontal entlang der Epidermis und der oberflächlichen Dermis aus, was Monate bis mehrere Jahre dauern kann. In dieser Phase bleibt das Melanom relativ dünn und ist mit einer chirurgischen Exzision allein gut behandelbar. Wenn es jedoch unbehandelt bleibt, wechselt das Melanom schließlich in eine vertikale Wachstumsphase, in der es tiefer in die Dermis eindringt, wo es Zugang zu Blutgefäßen und Lymphbahnen erhält, was das Risiko einer Metastasierung erheblich erhöht.!!

Aussehen und visuelle Merkmale
Das oberflächlich spreitende Melanom präsentiert sich typischerweise als flache oder leicht erhabene Läsion mit unregelmäßigen, gezackten oder gewellten Rändern. Ein Kennzeichen ist das Vorhandensein mehrerer Farben innerhalb einer einzigen Läsion, einschließlich Brauntönen, Schwarz, Beige, Rosa, Rot, Weiß und blau-grau. Die Oberfläche kann uneben erscheinen, wobei einige Bereiche erhaben und andere flach sind. Im Laufe der Zeit neigt die Läsion dazu, größer zu werden und kann Bereiche der Regression entwickeln, in denen die Farbe verblasst, was ihr ein fleckiges oder marmoriertes Aussehen verleiht.

Die ABCDE-Regel zur Erkennung
Die ABCDE-Regel ist eine weit verbreitete Richtlinie zur Identifizierung potenzieller Melanome, und das oberflächlich spreitende Melanom ist der Subtyp, der am klassischsten in diese Kriterien passt. A steht für Asymmetrie, wobei eine Hälfte der Läsion nicht mit der anderen übereinstimmt. B steht für unregelmäßige Ränder, mit fransigen oder verschwommenen Kanten.
C steht für Farbvariation, mit mehreren vorhandenen Farbtönen. D bezieht sich auf einen Durchmesser von mehr als sechs Millimetern. E steht für sich entwickelnd, was bedeutet, dass sich die Läsion im Laufe der Zeit in Größe, Form oder Farbe verändert.

Wer bekommt ein oberflächlich spreitendes Melanom?
Obwohl jeder ein oberflächlich spreitendes Melanom entwickeln kann, erhöhen bestimmte Faktoren das Risiko. Hellhäutige Personen mit hellem Haar und hellen Augen haben ein höheres Risiko, ebenso wie Personen mit einer Vorgeschichte von blasenbildenden Sonnenbränden, insbesondere in der Kindheit oder Jugend. Menschen mit einer großen Anzahl von Muttermalen, atypischen Muttermalen oder einer Familiengeschichte von Melanomen sind ebenfalls einem erhöhten Risiko ausgesetzt. Chronische intermittierende Sonnenexposition, wie intensive Freizeit-Sonnenexposition gefolgt von Perioden geringer Exposition, gilt als ein stärkerer Risikofaktor als kontinuierliche berufliche Sonnenexposition.

Behandlungsansätze
Die primäre Behandlung für oberflächlich spreitendes Melanom ist die weite lokale Exzision, bei der der Tumor chirurgisch entfernt wird, zusammen mit einem Rand gesundem umgebenden Gewebe. Bei dünnen Melanomen, die in der radialen Wachstumsphase erkannt werden, ist die Operation allein oft heilend. Wenn das Melanom eine größere Dicke erreicht hat, kann eine Sentinel-Lymphknotenbiopsie empfohlen werden, um festzustellen, ob der Krebs sich ausgebreitet hat. Bei fortgeschrittenen Stadien der Erkrankung sind zusätzliche Behandlungen erforderlich, einschließlich Immuntherapie mit Checkpoint-Inhibitoren, gezielter Therapie für Tumoren mit spezifischen genetischen Mutationen oder Strahlentherapie.

Früherkennung und die Rolle der Hautüberwachung
Die Prognose für oberflächlich spreitendes Melanom ist ausgezeichnet, wenn es frühzeitig erkannt wird. Dünne Melanome mit einer Breslow-Tiefe von weniger als einem Millimeter haben eine fünfjährige Überlebensrate von über 95 Prozent.!! Die verlängerte radiale Wachstumsphase dieses Subtyps bietet ein wertvolles Zeitfenster für die Früherkennung, was regelmäßige Selbstuntersuchungen der Haut und jährliche professionelle Hautchecks von entscheidender Bedeutung macht. Skinscanner kann bei der fortlaufenden Hautüberwachung helfen, indem KI verwendet wird, um Muttermale und Hautläsionen zu analysieren und Ihnen zu helfen, Veränderungen zu erkennen, die einen Besuch bei Ihrem Dermatologen rechtfertigen könnten.

