Warum Ihre Hände reißen
Die Haut an Ihren Händen ist besonders anfällig für Risse, da sie dünner ist als die Haut an den meisten anderen Körperteilen, weniger Talgdrüsen enthält und ständiger Umwelteinflüssen ausgesetzt ist. Jedes Mal, wenn Sie Ihre Hände waschen, Reinigungsprodukte verwenden oder bei kaltem Wetter nach draußen gehen, fordern Sie die Fähigkeit Ihrer Handhaut heraus, ihre schützende Barriere aufrechtzuerhalten. Rissige Haut, medizinisch als Fissuren bekannt, tritt auf, wenn die Hornschicht so trocken und starr wird, dass sie buchstäblich aufreißt, manchmal tief genug, um Blutgefäße und Nervenenden zu erreichen, was Schmerzen und Blutungen verursacht.
Die häufigste Ursache ist häufiges Händewaschen und die Verwendung von scharfen Seifen oder Desinfektionsmitteln, die die natürliche Lipidschicht der Haut abtragen. Gesundheitsdienstleister, Lebensmittelverarbeiter, Reinigungskräfte und Eltern von kleinen Kindern sind besonders betroffen, da in ihren täglichen Routinen häufige Handhygiene erforderlich ist. Kalte, trockene Winterluft beschleunigt den Feuchtigkeitsverlust der Hände dramatisch, und die Heizung in Innenräumen verstärkt das Problem, indem sie die Luftfeuchtigkeit reduziert.
Handekzem, auch als Handdermatitis bezeichnet, ist für einen erheblichen Anteil chronischer Handrisse verantwortlich und betrifft bis zu 10 Prozent der Bevölkerung irgendwann in ihrem Leben, oft erfordert es mehr als einfaches Befeuchten, um es zu lösen.!! Kontaktdermatitis durch Chemikalien am Arbeitsplatz, Gummihandschuhe oder sogar bestimmte Metalle kann ebenfalls dazu führen, dass die Haut an Ihren Händen reißt und schält. Psoriasis kann speziell die Handflächen angreifen und dicke, schuppige Stellen mit tiefen Fissuren erzeugen. Pilzinfektionen, obwohl seltener an den Händen als an den Füßen, können Schuppen und Risse verursachen, die Ekzemen ähneln.

Heilung rissiger Hände und deren Schutz
Die Heilung rissiger Haut an den Händen erfordert einen zweigleisigen Ansatz: intensive Feuchtigkeitsreparatur und konsequenten Schutz vor weiteren Schäden. Bei aktiven Rissen beginnen Sie damit, eine dicke, occlusive Salbe oder einen Balsam aufzutragen, die Inhaltsstoffe wie Petrolatum, Dimethicon, Sheabutter oder Bienenwachs enthalten. Diese bilden einen physischen Schutz über den Rissen und schützen das exponierte Gewebe vor Reizstoffen, während die Heilung darunter stattfinden kann.
Bei tiefen, schmerzhaften Rissen können flüssige Verbandprodukte einzelne Risse abdichten und sofortige Schmerzlinderung bieten, während die Haut sich selbst repariert. Die Methode des Übernacht-Badens und Abdichtens ist äußerst effektiv: Weichen Sie Ihre Hände fünf Minuten lang in lauwarmem Wasser ein, tupfen Sie sie trocken, tragen Sie eine großzügige Schicht einer ceramidreichen Creme auf und versiegeln Sie alles mit einer dünnen Schicht Vaseline, während Sie Baumwollhandschuhe im Bett tragen. Wiederholen Sie dies jede Nacht, bis die Risse heilen, was in der Regel ein bis zwei Wochen für milde Fälle dauert.
Tagsüber tragen Sie nach jedem Händewaschen Handcreme auf und haben eine Reisegröße dabei, um die Konsistenz aufrechtzuerhalten. Der Wechsel von Seife zu einem sanften, parfümfreien Handreiniger und die Verwendung von lauwarmem statt heißem Wasser können weitere Barriereschäden um bis zu 50 Prozent reduzieren und sind eine der wirkungsvollsten Änderungen, die Sie vornehmen können.!! Tragen Sie beim Geschirrspülen, Reinigen oder Umgang mit Chemikalien Schutzhandschuhe und wählen Sie gummierte Handschuhe mit Baumwollfutter, um Reizungen zu minimieren.
Bei kaltem Wetter tragen Sie draußen isolierte Handschuhe. Wenn die Risse trotz konsequenter Pflege bestehen bleiben, sich verschlimmern oder Anzeichen einer Infektion wie Rötung, Wärme oder Eiter zeigen, suchen Sie einen Dermatologen auf. Verschreibungspflichtige Behandlungen für Handekzeme können topische Kortikosteroide, Calcineurininhibitoren oder in schweren Fällen kurze Kurse mit oralen Medikamenten umfassen.


