Wesentliche Unterschiede im Aussehen und an der Stelle
Auf den ersten Blick können Ekzem und Psoriasis bemerkenswert ähnlich aussehen, weshalb Millionen von Menschen monatelang mit der falschen Behandlung kämpfen, bevor sie eine korrekte Diagnose erhalten. Es gibt jedoch deutliche visuelle und texturale Unterschiede, die Ihnen helfen können, sie auseinanderzuhalten. Ekzem, auch atopische Dermatitis genannt, erscheint typischerweise als rote oder dunkelbraune Flecken entzündeter Haut, die beim Aktivsein nässen, oozieren oder verkrusten können.
Die betroffene Haut sieht oft roh aus, und chronisches Ekzem kann dazu führen, dass die Haut durch einen Prozess, der als Lichenifikation bezeichnet wird, verdickt und ledrig wird. Ekzem tritt bevorzugt in den inneren Falten des Körpers auf und zeigt sich am häufigsten in den Beugungen der Ellenbogen, hinter den Knien, an den Handgelenken, am Hals und um die Augen. Bei Säuglingen betrifft es oft die Wangen und die Kopfhaut.
Psoriasis produziert erhabene, klar definierte Plaques, die mit dicken, silberweißen Schuppen bedeckt sind, die aus einer abnormal schnellen Ansammlung von Hautzellen resultieren. Die silberne Schuppe auf einer gut definierten, erhabenen roten Plaque ist das Markenzeichen der Psoriasis und das zuverlässigste visuelle Merkmal, das sie vom Ekzem unterscheidet.!! Psoriasis tritt häufig auf den äußeren Flächen der Gelenke auf, insbesondere an den Ellenbogen und Knien, sowie auf der Kopfhaut, im unteren Rücken und am Gesäß.
Sie kann auch die Nägel betreffen, was zu Eindellungen, Verdickungen oder Ablösungen vom Nagelbett führen kann. Während beide Erkrankungen überall am Körper auftreten können, bieten ihre bevorzugten Stellen einen starken diagnostischen Hinweis.

Verschiedene Ursachen, verschiedene Behandlungen
Die zugrunde liegenden Mechanismen, die Ekzeme und Psoriasis antreiben, sind grundlegend unterschiedlich, weshalb die gleiche Behandlung selten für beide funktioniert. Ekzem beinhaltet eine defekte Hautbarriere, oft aufgrund einer genetischen Mutation, die das Protein Filaggrin betrifft, kombiniert mit einer überaktiven Immunreaktion auf Umweltfaktoren. Häufige Auslöser für Ekzeme sind Allergene, Reizstoffe, Stress, Temperaturänderungen und bestimmte Nahrungsmittel.
Die Erkrankung beginnt typischerweise in der Säuglings- oder Kindheit und kann sich mit dem Alter verbessern, obwohl viele Erwachsene weiterhin Schübe erleben. Psoriasis ist eine chronische Autoimmunerkrankung, bei der das Immunsystem fälschlicherweise den Lebenszyklus der Hautzellen beschleunigt und sie innerhalb von Tagen an die Oberfläche drängt, anstatt im normalen vierwöchigen Zyklus. Diese schnelle Erneuerung erzeugt die charakteristischen dicken, schuppigen Plaques.
Psoriasis wird zunehmend als systemische entzündliche Erkrankung verstanden, was bedeutet, dass sie mehr als nur die Haut betrifft und mit höheren Raten von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und Depressionen assoziiert ist.!! Die Behandlung von Ekzemen konzentriert sich darauf, die Hautbarriere mit Emollientien wiederherzustellen, Entzündungen mit topischen Kortikosteroiden oder Calcineurininhibitoren zu reduzieren und Auslöser zu identifizieren und zu vermeiden. Die Behandlung von Psoriasis zielt auf die überaktive Immunreaktion ab, wobei bei milden Fällen topische Behandlungen und bei moderaten bis schweren Erkrankungen systemische Medikamente wie Methotrexat, Cyclosporin oder neuere biologische Medikamente eingesetzt werden.
Phototherapie mit kontrollierter UV-Licht-Exposition ist für beide Erkrankungen wirksam, jedoch durch unterschiedliche Mechanismen. Die korrekte Diagnose ist der wesentliche erste Schritt, da die Anwendung von Psoriasis-Behandlungen auf Ekzeme oder umgekehrt ineffektiv oder sogar schädlich sein kann. Skinscanner kann Bilder Ihrer Haut analysieren und helfen, zwischen den häufigen Präsentationen dieser beiden Erkrankungen zu unterscheiden, um Sie in das richtige Gespräch mit Ihrem Arzt zu führen.


